Team News

Christian Hohenadel (Quierschied) fuhr beim vorletzten Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring am Sonntag auf das Podium. Als Dritter nahm der Saarländer den Pokal aus den Händen von dem Präsidenten des Automobilweltverbandes FIA, Jean Todt, entgegen. Sogar der Sieg war am Sonntag in greifbarer Nähe, wurde jedoch von einem Regenschauer in den letzten Rennminuten vereilt. Im Rennen am Samstag hatten der führende der FIA GT3-Europameisterschaft und sein Schweizer Teamkollege Toni Seiler Pech und belegten nach einer Zeitstrafe mit ihrer Callaway Competition Corvette Z06.R GT3 den achten Platz.
Im Rennen am Samstag lagen Hohenadel/Seiler auf Podiumskurs, doch kurz nachdem Hohenadel die Corvette für die zweite Rennhälfte übernahm, wurde der Saarländer von der Rennleitung mit einer Stop&Go-Strafe bestraft. Beim Plichtboxenstopp hatte die gelbe Corvette eine Sekunde zu kurz gestanden. Doch Hohenadel gab sich nicht geschlagen und arbeitete sich bis zum Rennende auf den sechsten Platz nach vorne. In einem packenden und sehenswerten Manöver überholte Hohenadel den ehemaligen DTM-Piloten Thomas Jäger in der letzten Kurve vor dem Ziel auf der Außenseite und eroberte den fünften Platz. Die Rennleitung bestrafte Hohenadel/Seiler aber nachträglich mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden aufgrund eines angeblichen Vergehens unter gelber Flagge in den Runden zuvor. „Der Fehler beim Boxenstopp geht ganz klar auf meine Kappe», gestand Hohenadel nach dem Rennen. „Aber mit der Zeitstrafe bin ich nicht einverstanden, ich halte die Entscheidung der Rennleitung für nicht korrekt.“
In das Rennen am Sonntag startete Hohenadel von der Pole Position, musste sich aber nach dem Start einem BMW-Alpina geschlagen geben. Rundenlang hetzte Hohenadel seinen Gegner im Zentimeterabstand um den Kurs. Die Entscheidung fiel beim Pflichtboxenstopp, Hohenadel blieb eine Runde länger auf der Strecke, das verschaffte Teamkollege Toni Seiler anschliessend die Führung. Bis kurz vor Schluss führte der Schweizer das Feld an, doch dann sorgte ein Regenschauer für tückische Streckendingungen. Seiler konnte die Führung nicht halten und fiel auf der regennassen Strecke bis auf Platz drei zurück. „Ich wusste, dass ich in der Startphase keine Chance habe die Führung zu übernehmen, wenn der BMW-Alpina keinen Fehler macht“, erklärte Hohenadel nach dem Rennen. „Daher habe ich den BMW-Alpina so unter Druck gesetzt, das er seine Reifen stark beanspruchen muss. Ich denke man hat gesehen, dass ich eine sehr gute erste Rennhälfte gefahren bin, es ist natürlich schade das uns der Sieg so kurz vor dem Rennende noch durch die Lappen gegangen ist.“
Das nächste Rennen steht für Hohenadel in drei Wochen auf dem Programm, dann hat der Corvette-Pilot in Portugal die Chance vorzeitig die FIA GT3-Europameisterschaft für sich zu entscheiden.

Auf einem von RS-Tuning betreuten Porsche 997 GT3 Cup S feierte Marco Seefried zusammen mit seinem Teamkollegen Dietmar Haggenmüller am vergangenen Wochenende seine Premiere im ADAC GT Masters. In den beiden Rennen auf dem Nürburgring fuhr das Duo auf Position 17 sowie auf Rang 14. Angesichts des großen und starken Starterfeldes zeigte sich Marco Seefried durchaus zufrieden.
Nachdem Seefried und Haggenmüller die Freien Trainings am Donnerstag genutzt hatten, um den Porsche 997 GT3 Cup S nach und nach an die Begebenheiten der Eifelrennstrecke anzupassen, standen am Freitag zwei Zeittrainings auf dem Programm. Hier wurden die Hoffnungen auf zwei gute Startplätze in den beiden Rennen jedoch durch einen Radlagerschaden zu Nichte gemacht.
Somit nahm Dietmar Haggenmüller das erste Rennen von Platz 21 in Angriff. Nachdem Haggenmüller den Porsche-Boliden an Marco Seefried übergeben hatte, konnte dieser sich mit konstant schnellen Rundenzeiten noch auf Position 17 vorkämpfen.
Den zweiten Lauf, welcher am Sonntag vor der Zuschauerkulisse der FIA -GT1-Weltmeisterschaft packende Zweikämpfe und Motorsport vom Feinsten bot, nahm Marco Seefried von Platz 18 startend auf. „Schon am Start konnte ich einige Plätze gut machen, das lief richtig gut“, freute sich Seefried, der auf Platz 13 vorgefahren war, ehe Haggenmüller den Platz im Cockpit übernahm. Dieser überquerte nach einer einstündigen Rennhatz, die spannender kaum hätte sein können, die Ziellinie auf Rang 14.
„Unter dem Strich ist das Wochenende doch recht positiv verlaufen. Wir hätten ein wenig mehr Zeit gebraucht, um den Porsche besser abzustimmen. Auch wenn der Schaden im Zeittraining natürlich ziemlich ärgerlich war, haben wir dennoch das Bestmögliche heraus geholt. Das ADAC GT Masters gefällt mir außerdem richtig gut. Den Fans wird packender Motorsport und eine große Markenvielfalt geboten. Das ist doch ideal!“, resümierte ein positiv gestimmter Marco Seefried.

Bergmeister / Schmickler gute Vierte auf dem Nürburgring
Immer noch Dritte in der Team- und in der Fahrerwertung
Francorchamps / Nürburg. Das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team nahm am sechsten Wochenende des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring mit dem WEG Porsche 911 GT3 R (Modell 2010) für Tim Bergmeister und Frank Schmickler teil.
Nach Platz 7 im ersten Freien Training und Platz 2 im zweiten Freien Training am Donnerstag fühlte man sich für die beiden Qualifyings am Freitag gut gerüstet. Entsprechend enttäuschend waren dann Startplatz 5 für Frank Schmickler im ersten Rennen am Samstag und sogar nur Startplatz 9 für Tim Bergmeister im zweiten Rennen am Sonntag.
Beim Start zum ersten Rennen am Samstag verlor Schmickler einen Platz und fiel auf Platz 6 zurück. Auch der in perfekter Zeit absolvierte Boxenstopp mit Fahrerwechsel brachte keine bessere Platzierung. Schließlich wurde Bergmeister sogar überholt und war nur noch Siebter als sich zwei Kontrahenten in der ersten Kurve nach der Start- und Zielgeraden berührten und ihre Fahrzeuge so stark beschädigten, dass sie nicht mehr weiter fahren konnten und der WEG Porsche dadurch den fünften Rang geschenkt bekam. Zwei Runden später kam es dann zwischen Bergmeister und einem Wettbewerber beim Kampf um Platz vier zu einer Berührung bei der der WEG Porsche von der Strecke kreiselte und sich auf der nassen Wiese festfuhr, so dass er nicht mehr zurück auf die Strecke kam. Erneut keine Punkte für die Fahrer- und die Teamwertung…
Besser lief es am Sonntag. Bergmeister fuhr eine schnelle Runde nach der anderen und bemerkte, dass die Reifen seiner Konkurrenten früh abbauten, während die Reifen am WEG Porsche stabil blieben. So kam Bergmeister rasch von neun auf sechs vor, hing dann aber hinter einer engen Kampfgruppe fest und kam zum Boxenstopp. Schmickler verschenkte hier 3 Sekunden und war nachdem alle ihren Pflichtboxenstopp absolviert hatten, nur noch Achter. Dadurch wurde auch er aufgehalten und balgte sich mit den Konkurrenten. Als es kurz vor Ablauf der einstündigen Renndauer zu regnen begann, konnte der Routinier seine ganze Erfahrung in die Waagschale werfen und kam auf der rutschigen Piste in der allerletzten Runde von Platz 6 auf 4 nach vorne und hätte sogar beinahe den letzen Platz auf dem Podium erobert. Als die schwarz-weiß-karrierte Flagge fiel, war Schmickler bereits neben dem Dritten und es fehlte ihm nur ein einziges Zehntel.
„Im Grunde genommen ein tolles Rennen. In einem so starken Feld von Startplatz neun auf vier vorzukommen ist schon bemerkenswert, aber wenn dann nur ein einziges Zehntel fehlt, um als Dritter aufs Podium zu kommen, ist man auch ein wenig enttäuscht,“ wertet Bernhard Mühlner das Ergebnis des zweiten Laufes. „Verglichen mit dem erneuten Nuller wegen des Gerangels am Samstag im ersten Rennen ist es natürlich ein Top Ergebnis. Insgesamt gesehen haben wir aber auch an diesem Wochenende mal wieder zu wenige Punkte eingefahren. Tim kann beim letzten Rennen der ADAC GT Masters Saison Anfang Oktober in Oschersleben bestenfalls noch Vizemeister werden und auch in der Teamwertung sieht es nicht gut aus. Das ist sehr schade, denn das ganze Jahr über hatten wir immer ein schnelles und technisch zuverlässiges Auto.“
weiter
Sieg in der Amateurwertung auf dem Nürburgring
Toni Seiler (52, Bonstetten/CH) durfte beim vorletzten Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring nach beiden Rennen auf das Podium. Gemeinsam mit Teamkollege Christian Hohenadel (D) wurde Seiler in zweiten Rennen am Sonntag in einer Corvette Z06.R von Callaway Competition Dritter und siegte in der Amateurwertung. Den Pokal für den dritten Platz am Sonntag durfte Seiler aus den Händen von Jean Todt, dem Präsidenten des internationalen Automobilweltverbandes FIA entgegennehmen. Am Samstag belegte Seiler im ersten Lauf Platz zwei in der Amateurwertung.
In das Rennen startet Seiler von Startplatz 11, konnte sich aber bereits nach wenigen Runden auf Rang acht etablieren. Auf Rang acht übergab der Sportwagen-Routinier die Corvette zur Rennmitte an Teamkollege Christian Hohenadel. Beim Pflichtboxenstopp unterlief Hohenadel jedoch ein Missgeschick, als der 33-Jährige die Mindestzeit für den Stopp um eine Sekunde unterbot und dafür eine Stop&Go-Strafe auferlegt bekam. Hohenadel kämpfte aber sich aber wieder auf Platz sechs nach vorne und überholte in einem packenden Manöver in der letzten Kurve vor der Zielflagge die fünftplatzierte Corvette des ehemaligen DTM-Piloten Thomas Jäger auf der Aussenseite. Die Freude über den fünften Platz schwand nach dem Rennen aber schnell, als die Rennleitung eine 30-Sekunden-Zeitstrafe gegen die gelbe Corvette aussprach und somit auf Platz acht zurückstufte. „Nach Angaben der Sportkommissare soll ich während einer Gelbphase zu schnell unterwegs gewesen sein, doch es wurde überhaupt keine Gelbphase angezeigt“, erklärte Hohenadel den Vorfall. „Heute waren wir auf Podiumskurs, schade das es nicht geklappt hat,“ so Toni Seiler. „Der Fehler beim Boxenstopp war ärgerlich, denn das zu dem Zeitpunkt vor uns liegende Fahrzeug ist am Ende Zweiter geworden, da kann man sich leicht ausrechnen, wo wir gelandet wären.“ Die Zeitstrafe nach dem Rennen kostete Seiler schliesslich neben drei Plätzen auch den Sieg in der Amateurwertung.
Erfolgreicher verlief das zweite Rennen am Sonntag. Christian Hohenadel nahm das Rennen aus der Pole-Position in Angriff. Am Start verlor Hohenadel eine Position und macht bis zum Boxenstopp starken Druck auf den führenden BMW-Alpina. Durch eine gute Boxenstrategie ging Toni Seiler nach dem Fahrerwechsel als Führender zurück auf die Strecke und konnte sich an der Spitze bis kurz vor dem Rennende behaupten. Doch acht Minuten vor dem Rennende setzte Regen ein, der den Nürburgring in eine Rutschbahn verwandelte. Mit profillosen Slicks auf der regennassen Strecke konnte Seiler die Führung in den letzten Runden nicht mehr verteidigten, beendete das Rennen aber noch als Dritter und siegte damit in der Amateurwertung. „Ich konnte mich in den letzten Runden nicht mehr wehren, die Traktionskontrolle der Corvette war absolut am Anschlag. Es war extrem schwierig bei den Bedingungen das Fahrzeug auf der Strecke zu halten, daher war ich etwas vorsichtig, denn ein dritter Platz ist besser, als bei den schwierigen Bedingungen zu viel zu riskieren.“
Vor dem letzten Rennwochenende in der Motorsportarena Oschersleben Anfang Oktober hat Seiler den Rückstand auf den Tabellenführer in der Amateurwertung, Sven Hannawald, nun auf nur noch zehn Punkte verkürzt.
weiter
Das vorletzte Rennwochenende des ADAC GT Masters fand vom 26. bis 29. August 2010 im Rahmen der FIA GT1 Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring statt. Für Jens Klingmann und sein Team ABT Sportsline war es ein durchwachsenes Wochenende. Der Leimener teilte sich das Cockpit des Audi R8 LMS erneut mit Frank Kechele (Ulm) da sein Stammpartner im Porsche Supercup in Spa unterwegs war.
Schon am Donnerstag standen auf der 5.148 Kilometer langen Eifel-Strecke die Freien Trainingssit-zungen auf dem Programm und das Duo zeigte mit Platz zwei und fünf eine gute Performance. Beim Qualifying stellte Klingmann den 500 PS starken Sportwagen mit einer Zeit von 2:02.315 Minuten auf Startplatz drei. Teamkollege Kechele kam zu Platz acht.
Rennen 1 am Samstag, das erneut live vom TV-Sender Kabel 1 übertragen wurde, verlief zu Beginn noch erwartungsgemäß und Klingmann blieb bis zur Halbzeit des 60 Minuten-Laufes auf Platz drei, zeitweise stand man sogar auf Platz zwei des Zeitenmonitors. In der 2. Hälfte des Rennens gab es jedoch zunehmende fahrwerktechnische Probleme. Kechele konnte die Speed nicht mehr mitgehen und am Ende musste man sich mit Platz sechs zufrieden geben.
Der 12. Saisonlauf sollte auch nicht weniger kurios verlaufen. "Das war ein turbulentes Rennen", so der 20-Jährige Jens Klingmann am Ende." Gleich zu Beginn des Rennens hatte Kechele eine Kollision mit einem Porsche und verlor dabei einige Plätze“. In der zweiten Hälfte des Rennens konnte Kling-mann wieder bis auf Platz 4 nach vorne fahren. In den letzten 10 Minuten setzte Regen ein. Reifen-wechsel war nicht mehr möglich. Unter diesen schwierigen Bedingungen musste das Rennen auf Slicks zu Ende gefahren werden. Dabei kam es bei einem Überholversuch zu einer leichten Kollision mit einem Lamborghini, wodurch Klingmann sich unfreiwillig drehte. Am Ende reichte es noch zu Platz sieben. „Trotz des Drehers hat es richtig Spaß gemacht. Wir haben den Zuschauern ein richtig span-nendes Rennen geliefert. Wichtig ist auch, dass unsere Teamkollegen in der Meisterschaft weiter da-bei sind."
Beim Finalwochenende vom 01. bis 03. Oktober 2010 will man in Oschersleben noch einmal angreifen. In der Magdeburger Börde peilt man erneut das Siegerpodest an.
weiter
Das vorletzte Rennwochenende des ADAC GT Masters wurden am vergangenen Wochenende (26. bis 29. August 2010) im Rahmen der FIA GT1 Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring ausgetragen. Norman Knop kam in den Rennen 11 und 12 auf die Plätze sieben und elf.
“Richtig zufrieden sein können wir natürlich nicht“; so der Willicher nach den beiden 60-Minuten-Rennen. „Aber nach dem Motorschaden vom letzten Rennen auf dem EuroSpeedway war nicht klar, ob wir überhaupt an den Start gehen können.“
In dieser Hinsicht war es also schon ein Erfolg, dass das Team rhino’s Leipert den Ascari KZ1 R GT3 am Donnerstag beim Freien Training auf die Zeitenjagd schicken konnte.“ Der neue Motor konnte nicht mehr richtig eingefahren werden. Im Lauf des Rennwochenendes wurde er schneller aber es fehlten uns auch am Ende noch immer knapp 10 km/h Topspeed auf den Geraden“, erklärte der 22-Jährige.
Insofern war der 9. Startplatz für Norman Knop im 1. Zeittraining der „Liga der Traumsportwagen“ für das Rennen am Samstag schon ein guter Erfolg. Teamkollege Roland Rehfeld kam zu Startplatz 17 für das zweite Rennen am Sonntag.
Im Vorfeld des elfen Meisterschaftslaufs auf dem 5,148 Kilometer langen Kurs erhoffte man sich im Lager von Norman Knop ein Regenrennen: „Dann wäre unser Leistungsverlust nicht so stark zum Tragen gekommen.“ Doch obwohl es bei knapp über 10° C stark bewölkt war, blieb es am Samstag trocken.
Der Start verlief für Norman Knop turbulent. Nachdem er bis zur ersten Kurve schon 2 Kontrahenten hinter sich lassen konnte, bekam er von einem Audi einen Rempler aufs Eck und befand sich auf einmal auf dem letzten Platz. Doch der Student zeigte sein gesamtes fahrerisches Können und arbeitete sich Runde um Runde nach vorne. Rehfeld übernahm bei Rennhalbzeit den Sportwagen und am Ende freute man sich noch über Platz sieben im starken Feld. „Ein Platz unter den Top 5 wäre möglich gewesen, aber es war nicht einfach heute“, so Knop.
In Rennen 2 kam dann der erhoffte Regen beim ADAC GT Masters. Aber leider erst in den letzten drei Runden. Allerdings war Norman Knop dann knapp vier Sekunden pro Runde schneller als die Spitze. Er fuhr mit Slicks eine Bestzeit nach der nächsten, kam allerdings nicht mehr über Platz elf hinaus: „Als ich den Ascari übernommen hatte, verteidigte ich zunächst meine Position und konnte dann weiter vorfahren.“ Dies schien Corvette-Pilot Marius Ritskes irgendwie nicht zu gefallen und er fuhr Norman Knop ins Auto, obwohl er viel langsamer war. „Durch den Dreher verloren wir zehn Sekunden, sonst wäre die Platzierung wohl viel besser gewesen.“
Am Ende musste man mit Platz elf zufrieden sein und konzentriert sich nun auf das letzte Rennwochenende. „Am 02. und 03. Oktober in Oschersleben wollen wir beim Finale nochmals versuchen ganz nach vorne zu kommen. Da greifen wir wieder das Podium an!“, so schlussendlich Norman Knop.
weiter
Im Rahmen der FIA GT1 Weltmeisterschaft startete das ADAC Masters Weekend am vergangenen Wochenende (26. bis 29. August 2010) auf dem Nürburgring. Für Christopher Mies war es eine gelungene Aufholjagd vor dem entscheidenden Finalwochenende.
“Wir hatten vor den Rennen auf dem Nürburgring das Ziel, dass wir die Meisterschaft offen halten wollen. Dies ist uns gut gelungen“, so Christopher Mies am Sonntag nach den beiden 60-Minuten-Rennen, die wieder live von kabel eins übertragen wurden.
Vor den Rennen 11 und 12 der starken Sportwagenserie hatten die ABT Sportsline-Piloten Christopher Mies und Luca Ludwig (Bonn) noch 16 Punkte Abstand auf Peter Kox und Albert von Thurn und Taxis. Am Ende hatte man den Abstand auf neun Punkte verringert. Bei noch insgesamt 20 zu vergebenen Punkten also weiter Chancen, den Meistertitel in Oschersleben einzufahren.
Den Grundstein für die noch bestehenden Titelchancen legte das Duo beim 60-Minuten-Rennen mit dem Audi R8 LMS am Samstag. Nach Startplatz sieben, fuhr man am Ende der 29 Runden als jubelnder Zweiter über die Ziellinie. Und das obwohl man mit 30 Kilo Erfolgsballast eines der schwersten Autos im Feld der Sportwagen war. "Das war eindeutig das härteste Rennen meines Lebens. Die Gruppe hinter mir hat so dermaßen Druck gemacht, dass man absolut alles geben musste, um davor zu bleiben. Ein unheimlich hart erkämpfter zweiter Platz“, gab Christopher Mies der versammelten Presse zu Protokoll. Dem tollen Ritt von Platz sechs auf zwei zollte auch Partner Luca Ludwig Respekt: "Gratulation an Christopher, der ein tolles Rennen gefahren ist."
Bei Rennen 2 am Sonntag war es schlussendlich Platz sechs nach einem turbulenten Rennen auf dem 5,148 Kilometer langen Kurs. Die Eifel zeigte sich am letzten Augustwochenende von ihrer herbstlichen Seite. Nachdem es die gesamte Renndistanz trocken blieb, setzte in den letzten zehn Minuten Regen ein, der das Rennen nochmals spannend machte. Doch Mies’ Teamkollege Luca Ludwig verteidigte trotz abbauender Reifen mit starkem Kampf gegen die Kontrahenten Rang sechs bis ins Ziel und holte wichtige Zähler.
Fazit von Christopher Mies vor dem Finale vom 01. bis 03. Oktober 2010 in Oschersleben: „Ein paar Punkte mehr hätten wir uns natürlich gewünscht, aber jetzt sind die Vorraussetzungen für das letzte Wochenende klar: maximum Attacke."
weiter
Das Team Rosberg wurde am sechsten Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring um ein mögliches Podiumsergebnis gebracht. Das österreichisch-niederländische Duo Bernd Herndlhofer/Christiaan Frankenhout lag am Samstag bis zur 19. von 29 Runden auf Platz zwei. Dann kollidierte Reiter-Lamborghini-Pilot Peter Kox mit dem Audi R8 LMS des Teams aus Neustadt. Am Ende sprangen mit einem vierten Platz im Rennen am Samstag und einer achten Position am Sonntag für Michael Ammermüller/Kenneth Heyer (Pocking/Wegberg) zwei Punkteränge heraus.
Der Samstag hatte vielversprechend begonnen. Christiaan Frankenhout ist mit dem starken zweiten Startplatz ein eindrucksvoller Einstieg in die Serie gelungen. Im Rennen verteidigte er seine Position bis zum obligatorischen Boxenstopp erfolgreich. Bernd Herndlhofer übernahm den Audi R8 LMS in der 15. Runde. Mit einer gewagten Attacke wollte Tabellenführer Peter Kox zu Beginn der 19. Runde Frank Kechele überholen und übersah dabei offenbar den Rosberg-Audi. 'Ich befand mich in einem Dreikampf mit Sebastian Asch und Christopher Mies', berichtete Herndlhofer. 'Peter Kox fuhr mir aufs hintere rechte Rad. Ich nehme mal an, er hat seinen Bremspunkt ein bisschen verpasst.' Schäden an Karosserie und Aufhängung warfen den Audi aus dem Rennen. Kox wurde für das Vergehen bestraft und in der Startaufstellung des zweiten Rennens um fünf Plätze zurückversetzt. Michael Ammermüller/Kenneth Heyer zeigten von Startposition 14 ein starkes Rennen. In den ersten drei Runden verbesserte sich Heyer bis auf die elfte Position. Nach dem Ende der Boxenstopps lag der Audi R8 LMS #7 an neunter Stelle. Bis ins Ziel kämpfte sich Ammermüller auf die vierte Position vor. Das Team Rosberg beendete das Rennen als zweitbestes Audi-Team im Feld.
'Kompliment an Christiaan zu seinem gelungenen ersten Einsatz', lobte Teamchef Arno Zensen ams Samstag. 'Er qualifizierte sich gleich für die erste Startreihe. Das war besonders schön für die ganze Mannschaft, denn sie hat sich ein gutes Ergebnis verdient. Er fuhr ein sehr gutes erstes Rennen. Auch Bernd Herndlhofer war gut unterwegs und kam knapp vor den Äbten heraus. Aber der Bremspunkt von Peter Kox war einfach unrealistisch.'
Den zweiten Lauf nahmen Michael Ammermüller vom fünften und Bernd Herndlhofer vom 16. Platz in Angriff. Ammermüller übergab das Auto an fünfter Position an seinen Teamkollegen. 'Ich übernahm das Auto nach dem Boxenstopp, bei dem wir leider zwei Plätze verloren haben', berichtete Kenneth Heyer. 'Im anschließenden Nieselregen bin ich überhaupt nicht zurechtgekommen. Vermutlich war die Hinterachse zu hart abgestimmt. Ich fuhr zum ersten Mal mit Slicks im Regen. Trotzdem noch einen Punkt gesammelt zu haben, war okay.' Herndlhofer fuhr vor dem Boxenstopp an 13. Stelle im Feld. Christiaan Frankenhout übernahm das Auto und wurde nach einem Dreher schließlich noch Neunter.
'Michael Ammermüller ist am Sonntag ein gutes Rennen gefahren und hat viel gekämpft', resümierte Arno Zensen am Sonntag. 'Und das, obwohl einige andere Fahrzeuge um ihn herum überlegen waren. Sehr gefreut habe ich mich an diesem Wochenende über Christiaan Frankenhout. Leider ist ihm sonntags ein Dreher unterlaufen, sonst hätte er noch den letzten Punkt ergattert. Es war ein schwieriges Rennen. Im Vergleich mit den anderen Audi waren wir nicht richtig konkurrenzfähig.'
Die abschließenden Saisonläufe des ADAC GT Masters werden am 2. und 3. Oktober in Oschersleben ausgetragen.
weiter
Christian Hohenadel (Quierschied) fuhr beim vorletzten Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring am Sonntag auf das Podium. Als Dritter nahm der Saarländer den Pokal aus den Händen von dem Präsidenten des Automobilweltverbandes FIA, Jean Todt, entgegen. Sogar der Sieg war am Sonntag in greifbarer Nähe, wurde jedoch von einem Regenschauer in den letzten Rennminuten vereilt. Im Rennen am Samstag hatten der führende der FIA GT3-Europameisterschaft und sein Schweizer Teamkollege Toni Seiler Pech und belegten nach einer Zeitstrafe mit ihrer Callaway Competition Corvette Z06.R GT3 den achten Platz.
Im Rennen am Samstag lagen Hohenadel/Seiler auf Podiumskurs, doch kurz nachdem Hohenadel die Corvette für die zweite Rennhälfte übernahm, wurde der Saarländer von der Rennleitung mit einer Stop&Go-Strafe bestraft. Beim Plichtboxenstopp hatte die gelbe Corvette eine Sekunde zu kurz gestanden. Doch Hohenadel gab sich nicht geschlagen und arbeitete sich bis zum Rennende auf den sechsten Platz nach vorne. In einem packenden und sehenswerten Manöver überholte Hohenadel den ehemaligen DTM-Piloten Thomas Jäger in der letzten Kurve vor dem Ziel auf der Außenseite und eroberte den fünften Platz. Die Rennleitung bestrafte Hohenadel/Seiler aber nachträglich mit einer Zeitstrafe von 30 Sekunden aufgrund eines angeblichen Vergehens unter gelber Flagge in den Runden zuvor. „Der Fehler beim Boxenstopp geht ganz klar auf meine Kappe», gestand Hohenadel nach dem Rennen. „Aber mit der Zeitstrafe bin ich nicht einverstanden, ich halte die Entscheidung der Rennleitung für nicht korrekt.“
In das Rennen am Sonntag startete Hohenadel von der Pole Position, musste sich aber nach dem Start einem BMW-Alpina geschlagen geben. Rundenlang hetzte Hohenadel seinen Gegner im Zentimeterabstand um den Kurs. Die Entscheidung fiel beim Pflichtboxenstopp, Hohenadel blieb eine Runde länger auf der Strecke, das verschaffte Teamkollege Toni Seiler anschliessend die Führung. Bis kurz vor Schluss führte der Schweizer das Feld an, doch dann sorgte ein Regenschauer für tückische Streckendingungen. Seiler konnte die Führung nicht halten und fiel auf der regennassen Strecke bis auf Platz drei zurück. „Ich wusste, dass ich in der Startphase keine Chance habe die Führung zu übernehmen, wenn der BMW-Alpina keinen Fehler macht“, erklärte Hohenadel nach dem Rennen. „Daher habe ich den BMW-Alpina so unter Druck gesetzt, das er seine Reifen stark beanspruchen muss. Ich denke man hat gesehen, dass ich eine sehr gute erste Rennhälfte gefahren bin, es ist natürlich schade das uns der Sieg so kurz vor dem Rennende noch durch die Lappen gegangen ist.“
Das nächste Rennen steht für Hohenadel in drei Wochen auf dem Programm, dann hat der Corvette-Pilot in Portugal die Chance vorzeitig die FIA GT3-Europameisterschaft für sich zu entscheiden.

Doppelsieg in der Amateurwertung
Callaway Competition erlebte ein erfolgreiches Wochenende beim sechsten Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring. Christian Hohenadel und Toni Seiler fuhren in einer von Callaway Competition in Leingarten bei Heilbronn entwickelten und gebauten Corvette Z06.R GT3 im Rennen am Sonntag als Dritte auf das Podium. In beiden Rennen ging der Sieg in der Amateurwertung nur über eine Corvette von Callaway Competition.
Ein Duell zwischen den beiden Callaway-Piloten Thomas Jäger und Christian Hohenadel begeisterte die Zuschauer im Rennen am Samstag. Die beiden Corvette-Piloten kämpften bis zum Rennende um den fünften Platz, in einem Fotofinish setzte sich Hohenadel durch. Nach dem Rennen wurden allerdings sowohl Hohenadel/Seiler wie auch Sven Hannawald/Thomas Jäger mit einer Zeitstrafe belegt, da beide Corvette nach Ansehen der Rennleitung in einer Gelbphase zu schnell unterwegs waren. Dadurch wurde die Callaway-Corvette von Marius Ritskes und dem ehemaligen Formel 1-Piloten Mika Salo als Fünfte gewertet, der Niederländer Ritskes sicherte sich mit Platz fünf auch den Sieg in der Amateurwertung. Auch die Plätze zwei und drei waren mit Toni Seiler und Sven Hannawald fest in der Hand von Callaway Competition. „Mit dem Rennen bin ich natürlich nicht ganz zufrieden“, so Christian Hohenadel nach dem Rennen. „Wir haben aufgrund eines zu kurzen Boxenstopps eine Stop&Go-Strafe bekommen, das hat uns einen möglichen Podiumsplatz gekostet.“ Jubel hingegen bei Marius Ritskes nach dem ersten Sieg in der Amateurwertung. „In einem so hochklassigen Feld als Amateur auf den fünften Platz zu fahren, ist einfach großartig.“
In Rennen am Sonntag zählte die Callaway-Corvette von Hohenadel/Seiler zu den Hauptdarstellern. Christian Hohenadel ging vom ersten Startplatz ins Rennen, verlor aber am Start die Führung an einen BMW-Alpina. Der Saarländer setzte den BMW-Alpina unter starken Druck, eine bessere Boxenstrategie brachte Hohenadel/Seiler nach dem Fahrerwechsel in Führung. Seiler verteidigte die Führung, doch acht Minuten vor dem Rennende setzte Regen und verwandelte den Nürburgring in eine Rutschbahn. Der Schweizer musste sich in den letzten Runden noch dem BMW-Alpina und einem Porsche geschlagen geben und wurde Dritter. Mit dem Podiumsplatz sicherte sich Seiler allerdings den Sieg in der Amateurwertung. „Es war in der Schlussphase extrem schwierig, die Strecke war sehr rutschig und ich war mit der Traktionskontrolle am Anschlag,“ so Toni Seiler. „Es ist sehr ärgerlich, den Sieg so knapp vor dem Rennende zu verlieren, aber ich konnte mich leider auf der rutschigen Piste nicht mehr wehren.“ Sven Hannawald und Thomas Jäger kämpften am Sonntag mit Elektronikproblemen und wurden 15., Marius Ritskes und Mika Salo beendeten das Rennen eine Position dahinter.
Augustin „Gusti“ Eder und Dennis Retera beendeten das Rennen am Samstag in der orange-farbenen Callaway-Corvette als 12., am Sonntag schied das österreichisch-niederländische Duo aus.
